Ist das Leben eine Bühne?

Ganz klar: nein!

Das Leben ist das Leben. Nur, wer nicht lebt, aus sich heraus, ist ein Rollenspieler.

Und davon wimmelt es in dieser Welt nur so.

Wer eine Rolle spielt, kann nicht glücklich sein. Er glaubt es nur, ebenso, wie er glaubt, unglücklich zu sein. Die Bühne existiert nur im eigenen Kopf. Dem eingebildeten Beobachter, Zuschauer.

Ein wahrhaft aus sich selbst Lebender, ich nenne ihn einen Nackten (die nackte Wahrheit), ist – ganz.

So vertrottelt ein Gesundheitsminister Lauterbach erscheinen mag im Vergleich zu einer beherrschten Ex-Kanzlerin Merkel: Er ist sich selbst näher als die Tochter des evangelischen Pfarrers Horst Kasner.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Frauen die besseren Schauspieler sind, und damit das stärkere Geschlecht.

Sie können ihre Macht einsetzen zum Wohle ihrer Nächsten – oder sie missbrauchen.

Mir sind vertrottelte Männer lieber als machthungrige Frauen, die so tun, als würden sie sich für ihre Nächsten aufopfern.

Mag unsere „neue“ Bundesregierung noch so vertrottelt auftreten, ich sehe das als Fortschritt in Richtung Menschlichkeit! Sind wir nicht alle Trottel? Wenn wir ehrlich sind? Morgens direkt nach dem Aufstehen? Ohne Schminke? Ohne Plan? Ohne Berechnung? Nackt im Schlafanzug (oder ohne)?

Ja, sicher. Eine Regierung kann das nicht sein. Aber: Brauchen wir die? Wollen wir regiert werden?

Alles beruht auf Resonanz. Diese Regierung schwingt in Resonanz zu dem, was ist, wie es nun einmal jetzt ist. Vertrottelt.

Ich mag Trottel. Trottel sind menschlich. Ich bin selbst ein Trottel.

Klugwichsende Hirnakrobaten gehen mir dagegen am Arsch vorbei.

JRH, 9.12.2021