Ich gestehe gerne, dass ich mich nie für Politik interessiert habe. Ich bin Mensch und begegnete Menschen. In meinen jungen Jahren vor allem solchen, die sich mit Politik befassten. Sobald sie diskutierten, begann in meinem Kopf eine Art Rauschen (in der Schule ging es mir ebenso). Dann schaute ich auf die Mimik, die Körperbewegungen, hörte auf die Töne und Klänge, bis mir langweilig wurde ob der immer gleichen „Musik“ und Darstellung vermeintlich wichtiger Fakten, die sich mir als Fiktionen offenbarten.

Es wurde viel gesoffen, geraucht und fremdbegehrt in diesen Kreisen. Ob offen oder verborgen: Machtgefühle bestimmten das als Miteinander getarnte Gegeneinander, Um-die-Wette-Hecheln und Sich-groß-Tun.

Ein einziges Theater! Im Kleinen wie im „Großen“.

Bin gespannt, wie lange es noch dauert, bis die Menschen, insbesondere die Akteure auf der Bühne der „Bundespolitik“, begreifen, was da abgeht und warum. Es ist so dermaßen peinlich, dass ich nur noch lachen kann.

Eine göttliche Komödie? Nein, Gott schreibt keine Komödien. Es ist das Gesetz Gottes, welches die Menschen so oder so handeln und auftreten lässt, das haben sie nach wie vor und immer und einzig selbst zu verantworten. Es steht jedem frei, sich zum Hampelmann zu machen. Eine Freiheit, von der offenbar nicht wenige Gebrauch machen.

Karl Lauterbach, der neue Gesundheitsminister.

Für mich ist es lustig. Und zugleich tragisch, dass es Menschen gibt, die wirklich nicht merken, wie blöd sie sind. Schauspieler, die nicht wissen, dass sie spielen, sind so grausam und abstoßend wie ein Klaus Kinski.

Die gute Meldung: Wachsamkeit schützt vor Dummheit und damit auch davor, auf solche Idioten reinzufallen. Früher oder später bringen sie sich selbst zu Fall.

Jutta Riedel-Henck, 6.12.2021