Geld ist ein Sehnsuchtsträger, dem wir Energie zuführen durch unsere Gedanken-Wünsche. Geld ist so wertlos, neutral wie ein Glasträger, den wir mit unseren Wunschbildern belegen, um ihn unter dem Mikroskop zu fokussieren, verstärken, für unsere Augen sichtbar, sinnlich greifbar zu manifestieren.

Ich kann Geld anlegen, belegen mit meinen Wünschen für die Zukunft. Meine Projektionen werden sich verdichten. Auch jene, die mein Wunschbild stören, die Angst vor dem Verlieren, Scheitern, der Glaube an meine eigene Ohnmacht, Unfähigkeit, Dummheit, Abhängigkeit von Behörden, Gerichten, Banken, der Politik, dem Staat ...

Mein Glaube ist der Unterbau selbst erschaffener Realität. Glaube ich an die Macht des Staates, meiner Eltern, Vorfahren, baue ich meine Realität auf "ihren Schultern", lasse mich von ihnen tragen, statt mich auf eigenen Füßen ins Leben zu wagen, zu hinterfragen, graben, beobachten, die Erde sinnlich zu erfahren, erspüren, wahrzunehmen.

Geprägt hat mich der Glaube meiner Ahnen. Wo er mich aber verletzt und quält, am Leben, Lieben hindert, will ich ihm nicht weiter folgen.

Ich stehe vor dem Nichts.

Jutta Riedel-Henck, 26. Oktober 2021

(aus: "Geldwertgefühl". Werk in der Entstehung: 3. Oktober 2021 – ...)