Die Rechnung geht nicht auf, wenn der Mensch sie ohne den wahren Wirt macht: Gott. Er geht unter in seinen Schuldgefühlen, da er seine Gefühle für wertlos hält. Nur die Zahlen kommen auf den Tisch, während das Herz darunter fällt.

Schuld. Was ist das? Minus-Wert? Un-Wert? Wovon hängt der Wert des Lebens ab? Wer definiert ihn? Bestimmt ihn? Verteilt Punkte? Warum, um Gottes Willen, lassen die Menschen sich so einen lebensfeindlichen Unsinn gefallen??? Spielen mit? Bestechen einander? Um mehr zu bekommen? Weil sie zu wenig haben?

Gott verteilt keine Punkte. Das tun Lehrer und Professoren an Schulen und Universitäten. Wofür? Zum Leben?

Nein. Im Leben scheitern sie alle! Kläglich. Ohne es sich einzugestehen. So viel haben sie gepaukt und gebüffelt, auswendig gelernt, nachgeplappert, dem Lehrer zuliebe, den Eltern zuliebe, die sich selbst für unfähig halten, Lehrer ihrer Kinder zu sein. Ohne Zeugnis. Ohne Pädagogikstudium. Ohne Papiere. Ohne BlaBlaBla. Aus Liebe. Aus einer inneren Gewissheit heraus in Verbundenheit mit den Gesetzen der Schöpfung. Für dumm verkaufen lassen haben sie sich! Von lebensunfähigen Paukern und Gepaukthabenden, um Pauker zu sein. Auf die Pauke zu hauen. Dampf abzulassen. Und die Pauken sind unsere Kinder! Auf die eingeprügelt wird! Eingehämmert! Du musst! Du musst! Du musst!

Ich muss gar nichts! Ihr Möchtegerngötter! Und ihr müsst das auch nicht! Wollt ihr das so? Wollt ihr das, was ihr tut? Findet ihr das richtig? Wenn nein, warum tut ihr es dann??????????????

Ich finde es nicht richtig. Und ich bin in demselben System aufgewachsen wir ihr alle! Ich entscheide mich für das, was ich richtig finde! Lebenswert! Für die gottgegebenen Werte! Die für alle gleich gelten! Ausnahmslos für alle!

Was soll das Theater? Warum tanzt ihr alle um diesen heißen Brei, ohne euch zu entscheiden für das, was ihr richtig findet? Aus Angst? Wovor? Habt ihr Angst vor dem Leben? Wie könnt ihr überhaupt wissen, dass ihr Angst vor dem Leben habt, wenn ihr doch gar nicht lebt? Eure Angst ist die Folge eurer Lebensfeindlichkeit! Die ihr selbst pflegt und verteidigt gegen das Leben, gegen jene, die leben, das Leben lieben – gegen mich.

Ich lebe. Jetzt. Während ich schreibe. Werde ich morgen leben? Wie soll ich das wissen? Das Morgen ist jetzt in meinen Gedanken. Und in meinen Gedanken entscheide ich: Ja. Morgen will ich leben.

Das könnte auch anders sein? Soll ich zweifeln? Soll ich mich euren Ängsten widmen? Für euch mitdenken? Für euch, die ihr euch weigert zu leben? Ich kann nicht für euch leben. Ich kann nicht für euch entscheiden. Ich kann nicht für euch denken. Ich kann nicht für euch sein. Niemand kann für einen anderen sein, ihn ersetzen, an seiner statt leben. Wer das glaubt, glaubt, und verweigert damit das Leben. Das Lebendigsein. Das Sein.

Ich bin nur eins, nicht zwei. Der Zweifel führt mich in die Irre, entzweit mich selbst, spaltet mich!

Das mag der Erkenntnis dienen. Aber wie weit ich gehe im Zweifel eines Falles, entscheide ich selbst! Ich bleibe mir nah, wenn ich zweifle, um mich nicht zu verlieren im Zweifeln, zu verzweifeln. Ich gehe meine Schritte auf meinen eigenen Füßen und Beinen und sause nicht wie eine Bekloppte durch die Gegend. Ich höre auf mein Herz, meine Gefühle, meinen Körper. Ich horche, gehorche der Stimme des Lebens, meiner Mutter Natur. Sanft, bedacht, aufmerksam. Ich bleibe der Liebe treu. Sie allein darf meinen Weg bestimmen. Das zu entscheiden, liegt in meiner Macht! Jeder kann das. Wenn er will!

Jutta Riedel-Henck, 15. Mai 2022

 

aus: "Geldwertgefühl". Werk in der Entstehung: 3. Oktober 2021 – ...