Was immer der Mensch plant, die Natur wird seinen Plan verwerfen. Gott sei Dank! Wir erschaffen unsere Welt nicht durch unsere Gedanken. Die Gedanken wirken lediglich als Leitplanken für den Fluss der Energien, die wir durch unsere Aufmerksamkeit steuern. Wollen wir nicht untergehen, müssen wir uns hingeben ... den Bewegungen der Schöpfung. Im Flow des Lassens verliert der Glaube seine Macht, empfinden wir uns eins mit allem, um der reinen unbefleckten Liebe gewahr zu sein, und wir wissen: Alles Geld ist purer Schein.

Zahlen. Zeichen. Brauchen wir den Intellekt? Müssen wir uns spalten, um zu erkennen? Ist die Dualität nicht auch ein Konstrukt gespaltener Denker? Eben jener, die wider die Natur ihre eigene künstliche Welt als Schöpfung verkaufen, um sich selbst für Gott zu halten?

Das Drama, welches sich mir präsentiert, braucht mich nicht. Ich wurde geboren in eine Geschichte, die mir nicht gefiel. Bis ich erkannte, dass es sich um Lügen handelt, Schein-Wahrheiten, pure Illusion. Ich muss den Leitplanken der Geschichtenerzähler nicht folgen. Sie existieren nur in ihrem Kopf, projiziert auf mich als Zielscheibe, Leinwand, Litfasssäule. Ich gehe einfach weiter, und sie bemerken es nicht. So starrsinnig halten sie an ihren Bildern fest. Wer die Wahrheit sagt, lebt, braucht kein schnelles Pferd. Die Wahrheit ist die Wahrheit. Der wahre Gott ist der wahre Gott. Und wenn doch nicht? Dann war es nicht der wahre Gott, sondern eine Täuschung.

Jutta Riedel-Henck, 11. Mai 2022

 

aus: "Geldwertgefühl". Werk in der Entstehung: 3. Oktober 2021 – ...