Ohne die Energie der Aufmerksamkeit wäre alles Geld wertlos. Es bedarf der Lebenden, um die Energie zu bündeln und auf jene zu fokussieren, die ihr eigenes Heim, das wahre Selbst, verlassen haben, in unersättlicher Liebesbedürftigkeit ihre Angelschnüre auswerfen mit geschickt getarnten Haken. Die Aufmerksamkeitshungrigen verstecken ihre Gier hinter einer Fassade.

Die Aufgeblasenheit im Rampenlicht stehender Stars ist relativ zur Inflation des Geldes. Sie saugen die Energie lebender Fans durch deren Aufmerksamkeit an, steigern den Wert ihres (aufgeblasenen) Egos, dem falschen Selbst, die Illusion und Täuschung eines Mehr- oder gar Superwertes und ziehen den schlichten, einfachen Menschen, dem gemeinen Volk das Geld aus der Tasche.

Solange wir uns mit dem Geldwert identifizieren und glauben, wertlos bzw. weniger wert zu sein als die angehimmelten Stars und Sternchen, baden diese im energetisch aufgeladenen Reichtum, während der einfache Mann, die einfache Frau im Glauben der Chancenlosigkeit gefangen sich ihrer eigenen Stärke und Macht nicht bewusst sind.

Dann wird das Mehl teurer, während der Bauer weniger Lohn erhält. Bis dieser erkennt, dass die Existenz des Mehles seinem lebendigen Einsatz, seiner Offenheit, Bereitschaft und Fähigkeit, mit der Schöpfung, der Natur zu cooperieren, zu verdanken ist.

Jutta Riedel-Henck, 7./8. Mai 2022

 

aus: "Geldwertgefühl". Werk in der Entstehung: 3. Oktober 2021 – ...