Brief an Putin

Jutta Riedel-Henck ♦ Schulstr. 10 ♦ D–27446 Deinstedt

Herrn
Wladimir Wladimirowitsch Putin
Präsident der Russischen Föderation
st. Iljinka, 23
Moskau, 103132
Russland

 

Deinstedt, 5. Mai 2022

Betreff: Frieden

 

Sehr geehrter, lieber Herr Putin!

Ich schreibe diesen Brief in meiner Muttersprache Deutsch in der Gewissheit, mein Herz und meine innere Wahrhaftigkeit unmissverständlich zum Ausdruck zu bringen. Wort und Ton, Wort und Klang empfinde ich als Einheit, das Wort ist eine Form von Schwingung, Musik, Musik ist alles, ohne Musik gäbe es kein Leben.

In unserer Welt herrscht ein der Schöpfung feindlicher destruktiver Missklang, eine Musik wider das Leben, wider die Liebe, wider den Frieden in den Herzen der Menschen. Eine Musik, die spaltet zwischen Denken und Fühlen, Ratio und Sinnlichkeit, Kopf und Herz.

Wir müssen zurückfinden zu den Wurzeln des Eins-Seins, der göttlichen Quelle, der Mutter unserer wahren Natur.

All die kleinen und großen Kriege an der Oberfläche unseres vom Menschen selbst geschaffenen irdischen Dramas halten uns davon ab.

Wer auch immer in diesen Kämpfen mitwirkt, zur Waffe greift, ist ein Krieger wider unsere Schöpfung.

Ich schreibe nur für mich selbst, nicht im Namen eines Volkes, einer Gruppe, einer Partei. Die Waffenlieferungen durch die Regierung des Landes, in dem ich lebe, des Staates, dem ich »angehöre«, unterstütze ich nicht. Ich unterstütze keine Sanktionen gegen Russland. Ich unterstütze nichts, was dazu beiträgt, Kriege zu fördern. Ich lebe für den Frieden, indem ich in mir selbst Frieden schaffe ohne Waffen, ohne Hass gegen meine Mitmenschen auf der gesamten Erdkugel.

Es gibt nur den Weg der Liebe, um zu siegen.

Ich empfinde eine tiefe Verbundenheit zu Ihrer Seele und damit der Seele des russischen Volkes. Ich halte den Krieg für einen großen, schweren und folgenreichen Unfall aufgrund einer bis heute nicht geheilten Wunde in Ihrem Herzen, im Herzen des russischen Volkes. Aufgrund eines großen Missverständnisses.

In meinem Herzen bin ich bei Ihnen und all jenen, die ihr Leid aus einer tiefen Not heraus mit den Mitteln des Angriffes in die Welt schreien, weil sie eigentlich nur eines wollen: Erhört werden! Verstanden werden! Gefühlt werden! Erkannt werden in ihrer inneren Wahrhaftigkeit und Liebe.

Das »Böse« ist kein Land, kein Staat, keine Person. Das Böse wütet in allen, die sich an all den Kriegen beteiligen. Und es kann nur besiegt werden, indem jeder von all den Beteiligten es in sich selbst wahrnimmt, erkennt, annimmt, um die eigene Schuld einzugestehen und daraus umgehend Konsequenzen zu ziehen: Die Waffen fallen zu lassen.

Jeder, der seine Waffen fallen lässt, wird umgehend ein Sieger sein. Ein Sieger seines Herzens. Da jedes Herz mit allen Herzen verbunden ist, genügt ein Herz, das den Anfang macht.

Ich gehe diesen Schritt. Tag für Tag. Und ich glaube fest daran, dass wir so, und nur so den wahren Frieden finden werden. Wir alle!

Von Herzen alles Gute und Liebe!

Jutta Riedel-Henck

 

Brief als pdf-Datei