HerzLicht

Ich bin keine Minderheit. Und ich kann dieses Geschwafel nicht mehr hören, dass es (vermeintlichen) Mehrheiten darum ginge, Minderheiten zu schützen. Wenn ich mir das Geschwafel Einzelner anhöre, die sich zu den Mehrheiten zählen, empfinde ich das, was und vor allem wie sie es sagen, als minderwertig. Als minderwürdig. Ich empfinde in der Wahrnehmung ein mangelhaftes Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein, eine mindere Qualität ihrer Aussagen, mehr noch ihrer Ausstrahlung, Aussagekraft, Strahlkraft.

Wenn ein Einzelner, ein Individuum von Gesundheit schwafelt, während dieses einzelne Individuum alles andere als gesund, vital, frisch, beweglich, flexibel, wach und sinnlich wirkt, dann ist dieses Individuum für mich eine Minderheit. Gibt es von dieser Art Minderheits-Individuum sehr viele Individuen, dann handelt es sich um zahlreiche Minderheiten bzw. eine große Gruppe von Minderheiten. Das macht sie aber weder als Einzelne noch als Gruppe von einzelnen matt und leblos wirkenden Individuen gesünder und frischer.

Ein einzelner Leuchtturm innerhalb einer Gruppe von dunklen Minderheitsgestalten vermag diese ins Licht zu stellen. Umgekehrt vermag keine einzige der düsteren, schwachen, labilen, betäubten, blinden, empfindungslosen Mindergestalten den einzelnen Leuchtturm am Leuchten zu hindern.

Die Macht liegt ganz klar bei dem Leuchtturm, die Ohnmacht bei den Mindergestalten. Ich als Leuchtturm bin mein Licht. Wo ich auch bin, wohin ich auch gehe, mein Licht verlässt mich nicht. Ich bin ganz, voll, nichts kann mich vermindern.

Jutta Riedel-Henck, 28.1.2022

 

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