Jutta Riedel-Henck ♦ Schulstr. 10 ♦ D–27446 Deinstedt

An den
Bundesgesundheitsminister
Karl Lauterbach
Bundesgesundheitsministerium
Friedrichstr. 108
10117 Berlin

 

Deinstedt, 21.1.2022

Sehr geehrter Herr Lauterbach,

ich knüpfe hiermit an meinen letzten Brief vom 15.1.2022 an, um mich nachdrücklich für seelisch-geistige Klärung einzusetzen.

Zitat Karl Lauterbach:

„Es wird ja niemand gegen seinen Willen geimpft. Selbst die Impfpflicht führt ja dazu, dass man sich zum Schluss freiw [sic], freiwillig impfen lässt.“

Quelle: https://youtu.be/Nssrn3XB0E8

Sie haben mit dieser Aussage eine leider schreckliche Wahrheit in aller Öffentlichkeit kundgetan. Warum, glauben Sie, gibt es unzählige Opfer sexuellen, seelischen Missbrauchs, die ihre Täter in Schutz nehmen? Ihnen durch die eigene Hand Türen öffnen? Die sich nicht wehren? Die nicht Nein sagen?

Warum gibt es Täter, die tatsächlich behaupten und glauben, ihr Opfer hätte es gewollt? Wie bricht man den Willen eines Kindes? Wie verführt man ein Kind?

Was ist ein eigener Wille? Was ist ein freier Wille? Haben Sie einen freien Willen? Wissen Sie, was Sie denken, reden und tun? Beruht das auf einem freien Willen? Ihrem Willen?

Mit einer spitzen Kanüle in die Haut eines Lebewesens zu stechen, ist eine Verletzung. Damit dringt man in das Lebewesen ein. Das lässt sich nicht leugnen oder herunterspielen, indem man es lächerlich macht und sagt: „Stell dich nicht so an, ist doch nur ein Pieks“.

Was wird Kindern alles eingeredet? Von ihren Nächsten? Von Menschen, denen sie anvertraut wurden, auf die sie angewiesen sind? Mütter, Väter … Verwandte … „Stell dich nicht so an!“ Wenn das jemand sagt, dem ein Kind sein ganzes Vertrauen geschenkt hat, bekommt es damit eingeimpft: Du stellst dich an! Du bist falsch! Deine Angst ist schlecht! Du bist schlecht! Angst ist schlecht! Stell dich nicht so an! Ich liebe dich nicht, weil du Angst hast! Ich achte dich nicht, weil du Angst hast! Du bist schwach! Du bist lächerlich!

Und das Kind lernt. Seine Angst zu verdrängen. Es lernt, seine Angst zu hassen. Es lernt, sich selbst zu hassen. Es lernt, alles zu tun, um seine Angst nicht zu zeigen. Es lernt auszuhalten. Es lernt zu lachen, obwohl es Angst hat. Es lässt über sich verfügen, obwohl es Angst hat. Es lernt zu lügen und zu täuschen, lieb zu wirken, obwohl es Angst hat. Es lernt, seinen eigenen Willen für falsch zu halten, für schlecht, für kriminell! Es lernt, seine wahren Gefühle zu verdrängen, zu beherrschen. Es lernt, krank zu sein und zu glauben, es sei gesund. Weil es alles tut, um jenen, denen es vertraut, zu gefallen. Um nur ja nicht ausgelacht zu werden. Ausgestoßen.

Das, lieber Herr Lauterbach, hat mit einem freien Willen NICHTS zu tun! Es ist Vergewaltigung, Nötigung, Erpressung, schwarze Pädagogik, Mobbing – ein Verbrechen!

Und als das gehört es benannt und bestraft.

Sie erhalten Morddrohungen, habe ich gelesen. Wundert Sie das? Selbstverständlich teile ich diese Morddrohungen nicht, ich versuche aufzuklären! Straftaten aufzuklären! Täter und Opfer aufzuklären!

Selbst, wenn Sie mir gegen meinen Willen eine Kochsalzlösung in den Arm spritzen würden, wäre es eine Straftat.

Ich soll mich nicht so anstellen? Ist doch nur ein Pieks? Es ist mein Körper! Es ist meine Seele! Es ist mein Geist! Es ist mein freier Wille! Es ist mein Recht, selbst zu entscheiden, was ich schön finde und was nicht, gesund oder krank, was ich liebe oder hasse, was und wen ich in mich lasse!

Dies ist mein letzter Brief an Sie.

Alles Gute!

Jutta Riedel-Henck

 

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