Jutta Riedel-Henck ♦ Schulstr. 10 ♦ D–27446 Deinstedt

An die
Regierung der Bundesrepublik Deutschland
c/o Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
Bundespräsidialamt
Spreeweg 1
10557 Berlin

 

Deinstedt, 14.1.2022

Sehr geehrter Bundespräsident, sehr geehrte Minister, Regierungsmitglieder und -mitarbeiter!

 

Herr Scholz bemerkte in einer Rede vom 12.1.2022:

„Es gibt keine Entscheidung, die man nur für sich alleine trifft, und deshalb ist die Impfpflicht auch richtig.“

Quelle: https://www.zdf.de/nachrichten/video/regierungsbefragung-scholz-bundestag-100.html


Auf einem Pappschild junger Medizinstudenten aus Dresden war zu lesen:

„Wer seine Gesundheit über Die der Anderen stellt ist nicht Liberal sondern ein Arschloch!“ [sic.]
Quelle: https://twitter.com/FreieReporterin/status/1481688225580261377/photo/3


Wenn ich das richtig deute, meinen sowohl Herr Scholz als auch diese Medizinstudenten, dass eine „Impfung“ (korrekt: Gentherapie) der Allgemeinheit, d. h. aller diene, wobei ich davon ausgehe, dass damit gemeint ist: Der Gesundheit der Allgemeinheit, d. h. aller.

Wenn dem so ist bzw. wäre, müsste es einen entsprechenden Beweis geben, der keinerlei Zweifel zulässt. Der einzige Beweis, den ich als unumstößlich wahr zur Kenntnis nehmen würde, wäre, dass alle Menschen, die sich solcher Gentherapien unterworfen haben, gesund sind (und bleiben).

Ich werde jetzt hier nicht mit Zahlen kommen und Statistiken, die wer auch immer erstellt hat aufgrund irgendwelcher Zahlen und Daten, die wer auch immer wo auch immer gesammelt, sortiert, ausgewertet und veröffentlicht hat. Was sind Zahlen? Zahlen sind Zahlen. So wie Buchstaben Buchstaben sind. Ein Text ist ein Text. Eine Rechnung ist eine Rechnung, Be-Rechnung, ein rein rationaler Vorgang.

Wenn Sie eine Packung Erbsen und Bohnen und Reis und Nudeln in einen Topf werfen (die Rede ist auch gerne von einem Boot, in dem wir alle sitzen), ergibt das einen Eintopf. Dieser Eintopf besteht aus lauter Einzelnen (Erbsen, Bohnen usw.). Wenn nur eine Erbse, eine Bohne, eine dieser Zutaten vergiftet ist, haben wir einen vergifteten Eintopf.

Würden Sie davon essen wollen?

Es kommt auf die Gesundheit eines jeden Einzelnen in einem gemeinsamen Topf an! Das Ziel muss also sein: Gesundheit für alle!

Dass wir dieses Ziel aktuell nicht erreicht haben, liegt auf dem Tisch.

Wir können dieses Ziel nur erreichen, wenn jedem, ausnahmslos jedem Einzelnen klar ist, dass die Gesundheit des Ganzen (die Allgemeinheit) von ihm selbst abhängig ist, also seiner persönlichen, privaten, eigenen Gesundheit. Was würde es nützen, angenommen, ich hätte eine kranke Niere, dass alle anderen eine gesunde Niere hätten? Meine Niere würde dadurch nicht gesund. Und ein kranker Mensch mit einer kranken Niere wäre immer noch ein kranker Mensch zu viel für das Ganze, die Allgemeinheit.

Ich sage es ganz klar. Ich denke radikal! Denn wer nicht an die Wurzel geht (Radix: Wurzel, Ursprung), wird niemals einen gesunden Boden, gesunde Voraussetzungen für gesunde Pflanzen schaffen können!

Das muss ich Ihnen sicher nicht im Einzelnen oder an Beispielen erläutern. Das weiß jeder, dafür braucht es überhaupt keine Schulbildung.

Und erzähle mir niemand von Ihnen allen, dass Sie frei von jeglicher subjektiver, persönlicher, privater Befindlichkeit für die Allgemeinheit eintreten würden oder gar könnten, dass Ihre Sicht nicht zugleich eine private sei. Ohne Privatheit gibt es keine Allgemeinheit! Und wenn Sie Ihr Privatleben nicht pflegen, d. h. sich selbst, dann können Sie auch die Allgemeinheit nicht pflegen. Das Private liegt allem zugrunde! Das ist die Nr. 1. Für ausnahmslos jeden!

Sie, jeder von Ihnen ist somit verpflichtet, wenn er sich denn wirklich verantwortlich fühlt für die Allgemeinheit, d. h. seine Nächsten, Brüder und Schwestern, die eigene Gesundheit anzustreben! Aus meiner Sicht würde ich den Medizinstudenten aus Dresden antworten, dass jene „Arschlöcher“ sind, die ihre eigene Gesundheit missachten, opfern, die Verantwortung für sich selbst abgeben (z. B. an solche Medizinstudenten und irgendwann „ausgebildete“ Ärzte). Darin liegt doch das eigentliche Problem! Wer also bitte wäre dann ein „Arschloch“? Eine werdende Mutter, die ihren gesunden Instinkten folgt und giftige Nahrung meidet, um ihr ungeborenes Kind zu schützen und ihm ein gesundes Leben zu schenken? Sollte das nicht selbstverständlich sein?

Warum hinterfragen Sie nicht ein einziges Mal diesen Glauben, welcher behauptet, dass die Menschen ihre eigene Gesundheit, ihr Leben opfern müssten, um „das Volk“ zu retten? Wenn Ihr Kind, Ihr Geliebter, Ihr Freund, Ihr Vater, Ihre Mutter, wem auch immer Sie nahe stehen, sein Leben opfern würde, was wäre dann mit Ihrem Leben? Dem „Überlebenden“??? Wären Sie glücklich damit? Mit dieser Last in Ihrer Seele? Dass ein anderer Mensch für Sie gelitten, sich geopfert hat?

Viele von Ihnen haben Ihren Amtseid ohne die abschließenden Worte „so wahr mir Gott helfe“ geleistet. Dafür wird jeder seinen privaten, eigenen Grund haben. D. h. dieser Grund, der eigene Glaube, die eigene Einstellung zu einem möglichen Gott (oder auch Nicht-Gott), wird im Dunkeln belassen. Was nicht bedeutet, dass kein Glaube dem gesamten Wirken der vereidigten Person zugrunde liegt. Auch die Verneinung eines Gottes ist ein Glaube. Auch ein Sich-nicht-damit-befassen-Wollen beruht auf einer persönlichen Einstellung, einem Glauben.

„Es gibt keine Entscheidung, die man nur für sich alleine trifft“, waren die Worte des Bundeskanzlers, um damit seine Entscheidung für die Einführung einer Impfpflicht für alle zu begründen.

Wenn ich diese Aussage auf die vom Bundeskanzler vermiedenen Worte „so wahr mir Gott helfe“ beziehe, stelle ich die Frage: Wessen Hilfe bedient ER sich, um solche Entscheidungen im Namen aller zu treffen und auf alle übertragen zu wollen? Glaubt er, dass es Menschen gibt, die allwissend seien? Allmächtig? Und wenn ja, wer ist das? Wie können mir diese Menschen beweisen, dass sie Recht haben? Ich soll es ja ganz offensichtlich glauben und mich dem, was sie behaupten, unterwerfen (glaubend). Denn wissen kann ich es nicht! Ich soll, müsste es glauben.

Ich glaube es aber nicht! Ich lasse mir lieber von Gott helfen und berufe mich schlicht und einfach auf das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland Art. 4:


(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.


Auch diesen Brief habe ich mit Gottes Hilfe verfasst.

 

Alles Gute und freundliche Grüße


Jutta Riedel-Henck

 

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