Jutta Riedel-Henck ♦ Schulstr. 10 ♦ D–27446 Deinstedt
An den
Bundeskanzler
Olaf Scholz
Bundeskanzleramt
Willy-Brandt-Str. 1
10557 Berlin

 
Deinstedt, 7.1.2022

Sehr geehrter Herr Scholz,

in meiner Jugend habe ich viel und gerne gepokert. Mit Karten in der Hand um kleine Geldbeträge. Dabei lernte ich meine Mitspieler kennen. Nicht minder beim Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel.

Die schlechtesten Spieler waren jene, die nicht verlieren konnten. Sie beherrschten ihre Emotionen so offensichtlich, dass ihre Mimik zur Fassade wurde.

Übertragen auf die Politik der aktuell „Regierenden“ vergleiche ich dieses Bild mit dem Festhalten an der von Ihnen vertretenen und angepeilten Impf-Pflicht ungeachtet der realen Entwicklungen und wahrhaftigen Wirkungen bisheriger Maßnahmen (inklusive Impfungen). Für einen wachen und gelassenen Beobachter wie mich wirkt dieses Auftreten extrem ambivalent, insbesondere unter Berücksichtigung Ihrer hohen Intelligenz.

In Kreisen vermeintlich rechtsradikaler Kritiker („Schwurbler“) kursiert die Redewendung „Das ist eine Beleidigung meiner Intelligenz“, gemeint ist das sich ständig widersprechende, unlogische, die Realität missachtende „Argumentieren“ von Seiten der „Regierung“.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es Ihnen mit alledem anders geht. Sie sind doch allesamt nicht weniger intelligent und müssten Ihrerseits darunter leiden?!

Vielleicht ergeht es Ihnen allen wie dem Kaiser in seinen vermeintlich neuen Kleidern? Nachdem er das Kind (die wachen Kritiker) rufen hörte, er habe ja gar nichts an?

Im Grunde wissen es alle. Doch viele identifizieren sich mit Ihnen und den Mitregierenden, sie stellen sich vor, in Ihrer Haut zu stecken, leiden mit und stellen sich auf Ihre Seite.

Die Mehrheit verteidigt die Illusion bis zum bitteren Ende, läuft herum wie der nackte Kaiser, alle für einen, einer für alle.

Dafür bedurfte es nur eines einzigen Menschen, noch dazu eines Kindes, um die große Mehrheit zu verführen, an einer Lüge fanatisch festzuhalten, d. h. zu glauben.

So viel Macht kann ein Einzelner haben. Ein Kind!

Es spielt keine Rolle, ob ich als Einzelne hier zwischen Feldern spazieren gehe oder sich an diversen Orten Tausende zu gemeinsamen Spaziergängen verabreden. Die Lüge ist ja längst aufgeflogen, und alle wissen das. Spazieren zu gehen ist gesund, erhellt das Gemüt, der sinnliche Kontakt mit der Natur und anderen Lebewesen erfrischt die Seele, lässt Herzen singen und tanzen, stärkt das Gemeinschaftsgefühl ungeachtet von „Rang und Namen“, Haben und Gelten, Glauben und Schein.

In Wahrheit sind wir alle nackt.

Sie können weiterhin glauben, kundtun und präsentieren, woran Sie glauben möchten, z. B., dass eine Impfpflicht Sie alle von der Pflicht befreien würde, die eigene Nacktheit als das zu erkennen, was sie ist, nämlich Nacktheit. Dass die Wahrheit Wahrheit ist und immer bleibt. Das wird die wahrheitsliebenden Kinder aber nicht davon abhalten, sich ihrer Nacktheit, der Wahrheit zu erfreuen. Es ist nur schade, dass Sie sich uns nicht einfach anschließen. Die Leichtigkeit des Seins zu genießen, die Bewegung in freier Natur, auf den Straßen, Gassen und Wegen unserer wunderschönen Welt, in Städten, Dörfern, Parks und Wäldern … ohne Angst vor Ent-Täuschung.

Angst hat nur, wer an der Täuschung festhält.

Ihnen und Ihren Regierungs-Mitmenschen wünsche ich den Mut zum Loslassen. Gesundheit ist unser gottgegebener Urzustand. Aktuell würde ich den „regierenden“ „Gesundheitsminister“ eher „Krankheitsminister“ nennen wollen gemessen an seinem Engagement zur Erhaltung und Pflege von Angst vor der Heilkraft alles Schöpferischen. Warum machen Sie nur alles so unsagbar kompliziert und anstrengend? Wie lange wollen Sie das noch aushalten? Bis Sie nicht mehr können? Und dann?

 

Aufrichtige und herzliche Grüße!

 

Jutta Riedel-Henck

 

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