Jutta Riedel-Henck

Sabo Tage

Die Selbstsabotage in einer endlos langen Story, auf der Suche nach Verbündeten, statt nach Lösung und Veränderung, verstrickt in Kontrollmustern, die Umwelt zu manipulieren, stolz die selbst gepflegte Blindheit zu verteidigen, ihr zum Opfer zu werden, Opfer zu sein vor anderen, Schuld im Außen, Verantwortung übertragend, unmündig bleibend für das eigene Sein – und doch selbst geschaffen, die Lebensgeschichte des Menschen, an dem sich jeder Helfer die Zähne ausbeißt.

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Strangulanz

Der strenge Mensch
im An
sich renkt
er hängt
an seinem Glauben

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Der Gerechten Verlust

Nichts ist so unkreativ wie der Rechtfertigungsmodus.

Kein Recht ist fertig. Es sei denn, du legst wert darauf, dich fertig machen zu lassen. Oder fertig zu sein? Machst du dich fertig? Für wen?

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Grenzen Los

Wahre Liebe fließt in den Zwischenräumen der Glaubensgemeinschaften. Die Menschen suchen Gott im Toten, im Festhalten an Bildern, Formen, geschlossenen Räumen ihres Denkens. Sie perfektionieren ihre Kunst in Werken, um sie auf Bühnen zu präsentieren, im Applaus ihres Publikums den Glanz des Spiegels zu verwechseln mit dem Göttlichen, von dem sie glauben, so sei es. Doch was sie fühlen und darstellen, ist die Sehnsucht nach Gott, ohne je Erfüllung zu finden.

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Was ist bequemer?

Sich im einmal Geglaubten festzuliegen, über die Druckstellen zu klagen, sich in die Methoden der Wundbehandlung zu verbeißen, mit Glaubensgenossen Klagelieder anzustimmen und sich gegenseitig zu bestärken im unaufhaltsamen, schicksalsgegebenen Dahinsiechen ... – oder die Infragestellung alter Glaubensmuster?

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Einkehr

Ich kehre ein –

was sind das für Geschichten?

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Die Lüge

Der beste Lügner ist jener, der sich selbst belügen kann. Er bastelt sich seinen Glauben, verliebt in seine Fantasie, lässt darin reale Figuren tanzen, flirten, um Hilfe flehen, begeistert Frauen, die es ihrerseits lieben, dem Glauben verfallen zu sein, die Hauptrolle im Film des besten, wenn auch meist verkannten, Regisseurs zu spielen, bis sie beim Psychotherapeuten auf der Couch landen, der in die Rolle des Nebenbuhlers schlüpft, während es darum geht, die armen vaterlosen oder missbrauchten Seelen zu retten und sich selbst als Jesus ob der Tauber von der Mutter Gottes zur angehimmelten Gefährtin Maria Magdalena geleiten zu lassen, im Angesicht der Beliebtheit potenzieller (Jung-)Ehefrauen den eigenen Wert zu steigern bis ins unermesslich Ungreifbare.

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Das Helfersyndrom

Ich weiß nicht, woher die Tendenz kommt, dass Menschen dazu neigen, sich im Helfen zu verausgaben, während sie selbst Probleme haben, für sich und durch sich allein glücklich, gesund und zufrieden zu sein.

Wo auch immer ich hinschaue, scheinen Menschen zu glauben, dass ihr Glück von anderen abhinge, deren Wohlsein, Wohlwollen, Dasein.

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Rendezvous

Ich habe mich heute mit mir getroffen, es ist schön, meine Bekanntschaft zu machen. Warum habe ich das nicht schon früher getan? Natürlich, immer schon sprach ich mit mir selbst, aber es war so selbstverständlich. Statt mir als meine Gesprächspartnerin Wertschätzung zu schenken, glaubte ich, es fehlte mir an Menschen, die mich besser verstünden – als ich mich selbst.

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