Jutta Riedel-Henck

Take Eleven

Die Bäume schlagen aus.

            Seltsame Sprache.

Menschensprache.

            Und, schlagen sie?

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Take Nine, Ten

Take Nine

    Du hast dir gestern den Satz notiert „Geld ist Energie“.

 Er sprang mich an, während ich einen Film schaute. Ich wollte darüber nachdenken.

            Bist du zu einem Ergebnis gekommen?

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Take Eight

Was meinst du, wer wird sich alles ärgern beim Lesen deiner Antwort auf die Frage „Das Beste“?

Ich nicht.

Du hast es ja auch selbst geschrieben. Ich meine, von den Lesern, den anderen, den Dus.

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Take Seven

Sag es mit einem Wort: Das Wichtigste im Leben:

Entscheidungen

Der größte Fehler:

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Take Three

Ich komme gerade aus dem Lexikon.

Ich hab dich gesehen, du bist zu Wikipedia geflogen.

Ja, hab ein paar Körnchen aufgepickt und bin wieder weg.

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Take Two

Ich bin so weit, lass uns anfangen.

Womit?

Dem Hauptfilm.

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Take One

Frau Riedel-Henck, was denken Sie gerade?

„Putziges Völkchen“

Schauen Sie TV?

Nein, das Leben bietet mir genug Filme.

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Ego-Tam-Tam

Ich mag nicht mehr. D. h. ich mag kaum mehr lesen, was andere schreiben über Egoismus, Narzissmus oder gar Liebe.

Narzissmus wird mit Egoismus gleichgesetzt. Egoismus gilt als böse. Die Egolosigkeit als heilig und menschenfreundlich, womöglich gar Basis von bedingungsloser Liebe oder Hingabe.

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Am Anfang war kein Wort

Das Blatt ist weiß, und nur ein Gedanke kreist in meinem Ich: Gibt es noch Worte, die des Niederschreibens wert sind?

Wurde nicht alles bereits gesagt, geschrieben, in unendlich scheinenden Variationen wiedergekäut, um alle erhofften Lösungen mit verbalen Alt-Lasten in die Tiefe der Seele zu drücken?

Bleiern die Worte, die ich lese, höre – in mir der Wunsch nach Befreiung aus dem Gefängnis der leblosen Sprachformen, die mit Gefühlen überfüttert werden, um sie anschließend in den Kühlschrank zu stellen.

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