Jutta Riedel-Henck

Eins

In sich sein
und dort nichts anderes suchen
als menschenlose Sprache,

sich zu lösen, trennen
von Personen,
die auf Erden
um die Wette rennen,

buhlend um Insassen
ihrer selbst verfassten
Kisten aus Gedanken,
die sich nur um eines drehen:

Macht, Kontrolle, Einvernehmen
all der Seelen ohne Haus,
schneckengleich, der Kleidung
längst beraubt,
nackt, vertrackt,
in irrenden Verließen
auf der Flucht vor der Wahrheit
um das Ich
in seiner gottgewandten
Einsamkeit.