Jutta Riedel-Henck

Fassaden

Jacke wie Hose,
Socke wie Hut,
Haare gefärbt,
die Haut gegerbt.


Spuren aus Glas,
gefroren, der Hass
auf alles, was lebt,
sich maskenlos gibt.

Im Gram betoniert,
die Seele erfriert,
Gedanken verbohrt,
verschlossen, das Tor.

Hab ich mich verlaufen
im Fratzenwald,
die Sonne scheint,
mir ist trotzdem kalt.

Einsamer Vogel
im Abendlicht,
menschenlos glücklich --
vergiss mein nicht!

JRH, 15.9.2013

Produziert am 9./10. November 2013 von und mit Jutta Riedel-Henck, Stimme, Ukulele, Gitarre, Calimba, Sansula, Holzblöcke, Text, Musik, Foto (Motiv aus dem Panoptikum, Hamburg) ...