So viel habe ich geschrieben, ihr könnt das alles lesen, wenn ihr lernen wollt! Warum tut ihr es nicht? Warum muss ich euch alles nachtragen? Warum provoziert ihr mich ständig? Weil ihr nicht lernen wollt? Unterhaltung sucht? Durch mich? Die ich euch tragen soll? Weil ihr zu faul seid, zu bequem, euch auf eigenen Füßen ins Leben zu wagen?

Ihr habt gelesen, versteht mich aber nicht? Nein, ihr Lieben, ihr versteht euch selbst nicht. Ihr erwartet, von mir verstanden zu werden, ihr erwartet, ich möge für euch denken, schreiben, reden, und zwar 24 Stunden am Tag auf alle Ewigkeit. Ihr wollt gefüttert werden, ernährt, geklärt, alles, was ihr durch eure stumpfe Empfindungslosigkeit selbst verweigert.

Und dann erpresst ihr mich! Über Geld, Geld, Geld! Und nochmals Geld! Das ihr habt. Zu haben glaubt. Dessen ihr euch sicher seid, zu sein glaubt. Es würde euch geben, was ihr durch mich verwirklicht findet: Leben, Liebe, ein offenes Herz, Mut, Hingabe, Aufrichtigkeit.

Ihr beschmutzt mich mit euren Lügen um eure scheinbaren Werte und die scheinbare Macht des Geldes. Spritzt mir eure Lügen mit Nachdruck in die offenen Adern. Mein Herz. Mehr, mehr, noch mehr! Hat sie noch immer nicht kapiert? Spurt sie noch immer nicht? Los, noch eine Ladung! Mehr Gift, mehr, mehr, mehr! Rein damit! Bis sie endlich tut, was wir verlangen!

Ich kann nicht tun, was ihr verlangt. Ihr verlangt die Absegnung eurer Lügen, ihr verlangt den Tod der Gesetze Gottes. Ihr verlangt, selbst Gott zu sein, über alles zu herrschen. Ihr verlangt, ohne zu geben. Ohne zu lieben. So werdet ihr nicht zu Gott gelangen können. Der Weg zu ihm steht euch offen. Jeder Zeit. Nackt! Das letzte Hemd hat keine Taschen. Mein Hemd ist immer das letzte. Mein Leben ist immer dem Tod geweiht. Dem Tod der Lüge!

Jutta Riedel-Henck, 21. Oktober 2021

(aus: "Geldwertgefühl". Werk in der Entstehung: 3. Oktober 2021 – ...)